Erkältung in der Schwangerschaft

Erkältungen in der Schwangerschaft – Das hilft jetzt!

Winterzeit bedeutet Erkältungszeit. Dabei machen die Keime auch vor Schwangeren nicht halt. Ganz im Gegenteil: Schwangere sind sogar leicht infektanfälliger. Währenddessen das Baby davon in der Regel nur wenig mitbekommt, können Erkältungen in der Schwangerschaft mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen […]

Winterzeit bedeutet Erkältungszeit. Dabei machen die Keime auch vor Schwangeren nicht halt. Ganz im Gegenteil: Schwangere sind sogar leicht infektanfälliger. Währenddessen das Baby davon in der Regel nur wenig mitbekommt, können Erkältungen in der Schwangerschaft mit Husten, Schnupfen und Halsschmerzen schon sehr lästig sein. Kommt noch Fieber (über 39 Grad) dazu, sollte man einen Arzt aufsuchen. Oft verzichten Schwangere aus Sorge um das Baby auf die Einnahme von Medikamenten. Dabei werden nicht alle Wirkstoffe aus Medikamenten über die Plazenta an das Baby weitergegeben. Welche Medikamente in welchem Trimester eingenommen werden können, kann bei Embryotox, dem Beratungszentrum für Embryotoxikologie der Charité-Berlin, nachgelesen werden.

 

Du willst es ohne Medikamente probieren? Dann können diese Hausmittel helfen, deine Symptome zu lindern:

 

Schnupfen mit Kochsalzlösung bekämpfen

An der laufenden Nase kommt fast niemand im Winter vorbei. Schuld sind Keime und Viren, die überall lauern und die Nasenschleimhäute anschwellen lassen. Bei der Verwendung von klassischen Nasensprays mit abschwellender Funktion, ist in der Schwangerschaft Vorsicht geboten. Was erlaubt ist, sollte bei Embryotox recherchiert oder mit einem Arzt rückgesprochen werden. Dagegen sind Kochsalz- und Meerwassernasensprays natürliche unbedenkliche Alternativen, die in der Apotheke oder Drogerie erhältlich sind. Sie befeuchten die Schleimhäute und verschaffen so ein wenig Linderung bei Erkältungen in der Schwangerschaft.

 

Inhalieren bei Husten & Schnupfen

Ob mit dem Kopf über der Schüssel oder mit einem Inhalator: Inhalieren ist ein altbewährtes Hausmittel. In der Schwangerschaft wird das Inhalieren mit Salzwasser empfohlen. Es gibt fertige Kochsalzlösung-Ampullen zu kaufen oder man stellt die Kochsalzlösung ganz einfach selbst her. Dazu benötigt man etwa 1g Kochsalz auf 100ml abgekochtem Wasser. Das klingt banal, ist aber hocheffektiv: die Nasenschleimhäute werden befeuchtet, die Durchblutung erhöht und festsitzender Schleim dadurch gelöst.

 

Zwiebelsaft als Schleimlöser

Die Zwiebel ist ein weit unterschätztes Superfood. Mit ihrem hohen Vitamin-Gehalt (Vitamin C, B1, B2, B6), den enthaltenen Mineralstoffen (Kalium, Selen, Eisen u.a.), den ätherischen Ölen und schwefelhaltigen Verbindungen gelten Zwiebeln als pflanzliches Antibiotikum. Stellt man aus Zwiebeln einen Saft her, kann dieser durch die antibakterielle Wirkung der Zwiebel, hartnäckigen Husten lindern, Schleim lösen und die Schleimhäute beim Abschwellen unterstützen. Der Zwiebelsaft ist schnell hergestellt.

Dazu schneidet man eine mittelgroße Zwiebel in kleine Würfel und gibt diese in eine Tasse oder Schraubglas. Um den Saft zu produzieren, benötigt man außerdem ein Süßungsmittel. Zu den gewürfelten Zwiebeln fügt man daher 3 Esslöffel Honig, Zucker oder Ahornsirup hinzu und lässt alles mindestens 3 Stunden ziehen. Bei starkem Reizhusten hilft stündlich 1 Teelöffel des Hustensafts. Ansonsten reicht 1 Teelöffel 3 Mal täglich aus. Auch für Kinder ab 1 Jahr ist der selbstgemachte Hustensaft geeignet. Im Kühlschrank aufbewahrt hält der Saft bis zu 3 Tage lang. Ein weiteres Plus: die Zwiebel gehört zu den regionalen Produkten und bringt damit ein Plus in Sachen Nachhaltigkeit.

 

Zwiebelsäckchen für die Nacht

Zwiebelsäckchen sind wahre Stinkbomben, aber durch ihre entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung eine echte Wohltat für die Nacht. Vor allem kommen sie bei Erkältungen in der Schwangerschaft und Mittelohrentzündungen zum Einsatz. Dazu schneidet man eine Zwiebel in Ringe oder grobe Stücke und füllt diese in eine Socke. Die Socke wird nah am Bett platziert. Mit ihren ätherischen Ölen hilft das Zwiebelsäckchen gegen Reizhusten und Schleim in den Bronchien, lässt die Atemwege abschwellen und ermöglicht so ein freies Atmen in der Nacht. Bei einer akuten Mittelohrentzündung wirkt das Säckchen am besten, wenn es direkt auf das Ohr gelegt wird.

 

Kartoffelwickel bei Hals-, Gelenk- und Kopfschmerzen

Warm und wohltuend: das sagt man Kartoffelwickeln nach. Zum Einsatz kommen sie immer direkt an der betroffenen Stelle. Bei Verspannungen werden die Wickel auf Schultern, Nacken oder Rücken für etwa eine Stunde gelegt. Bei Halsschmerzen und Husten wirk die Wärme auf dem Hals oder der Brust lindernd und durchblutungsfördernd. Und so einfach geht es: die gekochten Kartoffeln stampfen und in ein Geschirrtuch wickeln. Dann auf die betroffene Stelle legen und mit einem Schal oder einem weiteren Tuch abdecken.

 

Gurgeln mit Salbei

Das Gurgeln mit Salbei kann wahre Wunder gegen fiese Halsschmerzen bewirken. Dazu eine Handvoll getrocknete oder frische Salbeiblätter mit heißem Wasser übergießen und etwa 15-20 Minuten ziehen lassen. Danach kannst du den Tee für einige Minuten gurgeln, ohne ihn zu schlucken. Dadurch verteilt er sich im gesamten Rachenraum, lindert die Schmerzen und beruhigt die gereizten Schleimhäute. Salbeitee sollte in der Schwangerschaft nicht in größeren Mengen geschluckt werden, da ihm eine wehenfördernde Funktion nachgesagt wird.

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